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Kommunikation im Haus - das "SmartHome" auf dem Vormarsch
Das Thema "Gebäudesteuerung" sollte heutzutage durch die stark weiterentwickelte Technik und den deutlichen Preissturz für jeden Bauherren mehr als eine Überlegung sein! Doch dabei sollte er beachten, dass eine Gebäudesteuerung vor allem als Gesamtpaket Sinn macht. Früher wurden durch fehlendes Wissen der installierenden Firmen sowie die noch nicht ausgereifte Technologie alle Gewerke getrennt angesteuert, bzw. gar nicht in eine Steuerungsanlage einbezogen. Häufig wurden nur ein oder zwei Sektionen programmiert (z.B. Beleuchtung & Heizung). Heute jedoch kann man die möglich gewordenen Funktionen kaum noch mit dem Wort "Gebäudesteuerung" beschreiben, denn durch die Weiterentwicklung der Technologie und den besseren Informationsstatus der Handwerksfirmen (auch fachübergreifend), sind wesentlich umfassendere und weiter reichende Möglichkeiten entstanden. Man spricht daher bei Projekten, die eine "All-inclusive-Lösung" bieten von einem "Smart-Home"! Eine solche Haussteuerung umfasst folgende Bereiche:
- Die Haussteuerung:
Durch Sensoren an Fenstern und Türen wird das System jederzeit darüber informiert, ob noch Fenster und/oder Türen geöffnet sind. Sollte ein Fenster beispielsweise zum Lüften geöffnet werden, würde umgehend der im Raum befindliche Heizungsthermostat für diesen Raum zugedreht, um Energie zu sparen. Beim Schließen des Fensters würde er ebenso automatisch wieder geöffnet.
- Die Alarmanlage:
Durch die Kontakte an Fenstern und Türen ist selbstverständlich auch eine Zutrittskontrolle gewährleistet. Beim Verlassen des Hauses gibt es einen Signalton, falls nicht alle Fenster und Türen verschlossen sind, oder noch Geräte (z.B. Fernseher, Lampen o. ä.) eingeschaltet sind. Bei Abwesenheit würde das unbefugte Öffnen einer Tür oder eines Fensters (Einbruch) eine Alarmierung auslösen. Gleichzeitig mit dem Auslösen der akustischen Reaktion (Sirene) wird einen Anruf direkt auf das Mobiltelefon zur Information des Kunden abgesetzt.
- Das IP - Video:
Durch den Einsatz von Netzwerkkameras kann man nicht nur feststellen, wer an der Tür klingelt sondern bei Einbruch durch Kopplung mit den Tür- und Fenstersensoren zusammen mit dem Anruf auch Bilder an das Handy des Kunden versenden. Dabei kann man wählen ob man ein Einzelbild oder einen Live-Stream senden lassen möchte.
- Die Mobilität:
Mit intelligenten Geräten wie beispielsweise dem iPhone oder Blackberry hat man auch von unterwegs immer Zugriff auf sein System zu Hause. So kann der Kunde kontrollieren, ob elektrische Geräte ein-/ oder ausgeschaltet sind, diese durch Knopfdruck jederzeit an- oder ausschalten, oder die Heizungsanlage regeln.
Ebenfalls kann man jederzeit und von überall Zugriff auf den heimatlichen PC nehmen. Terminabgleichungen, Urlaubsbilder unterwegs zeigen oder die Lieblingsmusik auch aus dem Auto hören ist nun kein Problem mehr.
Doch auch im Haus sind die Möglichkeiten zur Nutzung des Handys als Bedienelement vielfältig: Indem man das Mobiltelefon als Mediacenter mit E-Mail, SMS konfiguriert, können viele Fernbedienungen zu Hause in der Schublade verschwinden, denn die Mediasteuerung, die Titelauswahl der MP3-Sammlung und das Fernsehprogramm können ab jetzt vom Mobiltelefon aus erfolgen.
- Die Kosten:
Legt man für eine solche Hausanlage zusätzliche Anschaffungskosten zwischen 1.000 und 1.600 Euro zu Grunde, und rechnet man eine mögliche Energieeinsparung von etwa 200 Euro pro Jahr dagegen, hat sich allein dadurch eine Haussteuerung in zuvor beschriebener Form bereits nach vier bis sechs Jahren ausgezahlt - mal ganz abgesehen von allen anderen Vorteilen und Annehmlichkeiten!
Unser Fazit:
Durch das Zusammenwirken aller betreffenden Systeme entstehen Synergien, die zusammen einen beträchtlichen Mehrwert darstellen. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um einen Neubau oder nur eine Renovierung handelt. Sämtliche Steuerungssysteme gibt es selbstverständlich auch per Funk, sodass dem Bauherrn eine nachträgliche Verkabelung komplett erspart werden kann. Wenn man dann noch die Möglichkeit berücksichtigt, das Mobiltelefon als sinnvolle Ergänzung zu nutzen, werden aus der Verknüpfung einzelner Spielereien sinnvolle Bedienmöglichkeiten für jedermann.
Für die Verbreitung der beschriebenen Technologien mit all ihren Vorzügen fehlt es jedoch immer noch an kompetenter Beratung und Planung durch Fachfirmen! Hauptsächlich sind es Elektro- oder Heizungsfirmen, welche die Gebäudesteuerung propagieren. Allerdings fehlt es diesen Firmen oft an Know-how im Hinblick auf die kommunikationstechnische Anbindung von mobilen Systemen. Eine Zusammenarbeit von Elektrounternehmen/Heizungsfirmen und kommunikationstechnischen Unternehmen würde nach unserer Ansicht eine optimale Lösung bieten.